Informationen zum Lehramtsstudium
Hier findet ihr einiges an Informationen über das Lehramtsstudium allgemein sowie Informationen über das Lehramtsstudium in Klagenfurt.
Solltet ihr weitere Fragen haben, steht euch die Studienvertretung Lehramt natürlich gerne zur Verfügung.
Übersicht
- Lehramtsstudium an der Universität-Klagenfurt
- Dauer des Lehramtsstudiums
- Zulassungsvoraussetzungen zum Lehramtsstudium
- Qualifikationen
- Berufsbilder und Arbeitsmarkt
- Persönliche Voraussetzungen
- Lehramtsstudium im Überblick
- Aufbau des Lehramtsstudiums
- Fachstudium
- Fachdidaktische Ausbildung
- Pädagogische Ausbildung
- Schulpraktische Ausbildung
- Fächerübergreifendes Projektstudium (FÜPS)
- Freie Wahlfächer
- Vorteile des Lehramtsstudiums an der Universität Klagenfurt
- Weitere Informationen zu den einzelnen Unterrichtsfächern
- Unterrichtsfach Deutsch
- Unterrichtsfach Englisch
- Unterrichtsfach Französisch
- Unterrichtsfach Geographie und Wirtschaftskunde
- Unterrichtsfach Geschichte, Sozialkunde und Politische Bildung
- Unterrichtsfach Informatik und Informatikmanagement
- Unterrichtsfach Italienisch
- Unterrichtsfach Mathematik
- Unterrichtsfach Slowenisch
- Lehramtsstudium als erster Schritt zum Lehrberuf - Unterrichtspraktikum
- Studienspezifische Kontakte
Lehramtsstudium an der Universität-Klagenfurt
Das Lehramtsstudium an der Universität Klagenfurt besteht aus zwei der folgenden Unterrichtsfächer, welche beliebig miteinander kombinierbar sind:
- Deutsch
- Englisch
- Französisch
- Geographie und Wirtschaftskunde
- Geschichte, Sozialkunde und Politische Bildung
- Informatik und Informatikmanagement
- Italienisch
- Mathematik
- Slowenisch
Dauer des Lehramtsstudiums
Je nach gewählten Unterrichtsfächern umfasst das Studium zwischen 160 und 200 Semesterwochenstunden und dauert 9 Semester. Es gliedert sich in zwei Studienabschnitte mit 4 bzw. 5 Semestern.
Den Abschluss des Lehramtsstudiums bilden eine Diplomarbeit (nach Wahl aus einen der beiden Unterrichtsfächer im fachlichen oder fachdidaktischen Bereich) und die Diplomprüfung mit anschließender Verleihung des Magistertitels.
Das Studium der Unterrichtsfächer Deutsch, Englisch, Französisch, Geschichte, Sozialkunde und Politische Bildung, Italienisch und Slowenisch besteht aus jeweils 80 Semesterwochenstunden, das der Geographie und Wirtschaftskunde aus 95, das der Mathematik sowie der Informatik aus 100 Semesterwochenstunden.
Zulassungsvoraussetzungen zum Lehramtsstudium
Die Zulassung zum Lehramtsstudium setzt die allgemeine Universitätsreife voraus.
Für die sprachlichen Unterrichtsfächer sowie Geschichte, Sozialkunde und politische Bildung ist außerdem der Nachweis der Kenntnis des Lateinischen (als Schulfach besucht) Voraussetzung. Dieser Nachweis kann über Kurse und eine Prüfung auch innerhalb des ersten Studienabschnittes nachgeholt werden.
Anrechnung von der PÄDAK/PH
Absolventinnen und Abloventen der Pädagogischen Akademie (PÄDAK, Hauptschullehramtsausbildung) bzw. nun Pädagogischen Hochschule (PH) sind berechtigt, in den zweiten Abschnitt des Lehramtsstudiums des betreffenden Unterrichtsfaches einzusteigen. Sie haben allerdings ergänzend – je nach Unterrichtsfach – verschiedene Lehrveranstaltungen des ersten Studienabschnitts nachzuholen (näheres regelt der Studienplan).
Qualifikationen
Die Studierenden erhalten eine gründliche Vorbereitung auf das Lehramt an Mittleren und Höheren Schulen.
Es geht vor allem um folgende Qualifikationen:
Fachwissen
Die Studierenden erwerben bei uns nicht nur fundiertes Fachwissen, welches auch das nötige Hintergrundwissen für den Schulstoff bereitstellen soll, sondern lernen auch, das für den Unterricht Passende aus der Stoff-Fülle selbstständig auszuwählen.
Didaktische Kompetenzen
Die Studierenden trainieren, Lehrstoffe für Schülerinnen und Schüler aufzubereiten. Sie arbeiten mit einem breiten Methodenrepertoire und lernen außerdem, Lernprozesse kritisch zu evaluieren. Sie erhalten weiters Einblick in die wissenschaftliche Forschung und lernen neuesten Trends und Konzepte der jeweiligen Fachdidaktik kennen.
Soziale Kompetenz
Die Studierenden schulen im Lehramtsstudium auch ihre soziale Kompetenz, die sie für die Schule von heute brauchen, wie zum Beispiel Kommunikation, Präsentation und Darstellung, Teamfähigkeit und Konstruktiver Umgang mit Konflikten.
Pädagogisches Fachwissen
Hier geht es um Fragen wie die Reflexion der Berufswahl, den Aufbau des österreichischen Schulwesens, Erziehung und Sozialisation on Jugendlichen, Methoden und Lernformen sowie Konzepte.
Berufsbilder und Arbeitsmarkt
Neben der Lehramtsausbildung für Mittleren und Höheren Schulen qualifiziert das Lehramtsstudium die Absolventinnen und Absolventen in ausgezeichneter Weise auch für eine Reihe von anderen Berufsfeldern wie beispielsweise für Aufgaben der formalen Erwachsenenbildung, der informellen Bildung und der Medien.
Es ist nicht zu bestreiten, dass aktuell die Aussichten am Arbeitsmarkt für manche – nicht alle – Unterrichtsfächer nicht sehr rosig sind. Es sei aber angemerkt, dass je mehr Zusatzqualifikationen während des Studiums erworben werden (z.B. Deutsch als Fremdsprache, Englisch als Arbeitssprache für das gewählte Fach, …), desto besser sind die Chancen auf einen Job in der Schule.
Weiters spricht die derzeitige Altersstruktur der meisten Lehrkörper dafür, dass in den nächsten Jahren junge Lehrerinnen und Lehrer gebraucht werden. In einigen europäischen Ländern – wie zum Beispiel auch teilweise in Deutschland – herrscht jetzt schon ein Mangel an ausgebildeten Lehrkräften für bestimmte Fächer und Schultypen.
Einmal erworbenes Wissen veraltet heute sehr schnell und in vielen Berufen ändern sich die Anforderungen laufend. Daher wird Fortbildung zur beruflichen Notwendigkeit und qualifizierte Fortbildnerinnen und Fortbildner werden immer gefragter.
Persönliche Voraussetzungen
Persönliche Vorraussetzungen sind der Wunsch mit Jugendlichen arbeiten und sie bilden zu wollen sowie Interesse für die jeweiligen Fächer, deren Fachdidaktik und Pädagogik. Weiters sind Durchsetzungsfähigkeit, Teamarbeit, gute Beobachtungsgabe sowie die Bereitschaft sich ständig Weiterzubilden, neues auszuprobieren und sich den Veränderungen der gesellschaftlichen Entwicklung zu stellen notwendig. Eigenes Handeln muss kritisch hinterfragt und reflektiert werden und man muss mit den Belastungen dieses anstrengenden Berufs umgehen können.
Lehramtsstudium im Überblick
Im Wesentlichen Besteht das Lehramtsstudium in Klagenfurt aus den folgenden Teilen:
- Fachausbildung in den beiden Unterrichtsfächern
- Fachdidaktische Ausbildung in den beiden Unterrichtsfächern
- Pädagogische Ausbildung
- Schulpraktische Ausbildung
- Fächerübergreifendes Projektstudium

Erläuterungen:
- Die 1. Diplomprüfung besteht aus der Summe aller Einzelprüfungen der Lehrveranstaltungen des ersten Studienabschnitts
- Die Diplomarbeit kann wahlweise in einem der beiden Unterrichtsfächer verfasst werden und sich entweder auf ein fachliches oder fachdidaktisches Thema beziehen.
- Der kommissionelle Teil der 2. Diplomprüfung besteht aus drei Telen:
- Thema der Diplomarbeit
- Prüfungsfach aus Unterrichtsfach 1
- Prüfungsfach aus Unterrichtsfach 2
Dabei ist ein Bestandteil dieser Prüfung aus dem Bereich Fachdidaktik zu wähen.
Aufbau des Lehramtsstudiums
Fachstudium
Die Anzahl der Semesterwochenstunden für das Fachstudium variiert von 52 Stunden bei den Sprachen sowie Geschichte, Sozialkunde und Politische Bildung, über 65 Stunden bei Geographie und Wirtschaftskunde bis hin zu 70 Semesterwochenstunden bei Mathematik sowie Informatik und Informatikmanagement.
Fachdidaktische Ausbildung
Die Fachdidaktische Ausbildung hat bei allen Unterrichtsfächern denselben Anteil von 13 Semesterwochenstunden pro Fach (inklusive Anteil am Fächerübergreifenden Projektstudium).
Ich allen Unterrichtsfächern gibt es aber im Rahmen des Fachstudiums auch spezielle Lehrveranstaltungen, die sich der fachdidaktischen Reflexion von schulstofflichen Inhalten widmen.
Pädagogische Ausbildung
Die Gesamtzahl der Semesterwochenstunden für die Pädagogische Ausbildung des Lehramtsstudiums beträgt einheitlich 14 Stunden, egal welche Unterrichtsfächer gewählt wurden (inklusive Anteil am Fächerübergreifenden Projektstudium).
Schulpraktische Ausbildung
Die Schulpraktische Ausbildung umfaßt (neu: geändert ab Oktober 2008) zwei Teile:
- Orientierungspraktikum (30 Stunden)
- Schulpraktikum (120 Stunden)
Das Orientierungspraktikum wird im Rahmen der pädagogischen Lehrveranstaltung "Orientierung im Studien- und Berufsfeld" (Empfehlung: 1. oder 2. Semester) absolviert und soll Studierende erste Einblicke in die Anforderungen im Lehrberuf und die professionelle Erziehungs- und Bildungsarbeit geben. Weiters soll die Relevanz der Lehramtsstudiums für die Kompetenzentwicklung zum Lehrberuf bewusst gemacht und in Ansätzen praktisch erlebt werden.
Im zweiten Abschnitt ist dann in beiden Unterrichtsfächern ein Schulpraktikum an einer Höheren Schule in der Dauer von 120 Stunden (60 Stunden je Unterrichtsfach) zu absolvieren. Dabei sollen mit Unterstützung von Betreuungslehrerinnen und –lehrern an der Schule sowie begleitender Lehrveranstaltungen an der Universität schulpraktische Erfahrungen gesammelt werden und Unterrichtskonzepte selbstständig umgesetzt werden.
Hinweis: Das Orientierungspraktikum wurde durch eine Studienplanänderung ab Oktober 2008 für alle neu eingeführt, um die schulpraktische Ausbildung nicht mehr nur punktuell im 5. Semester im Studium verankert zu haben. Wer die Lehrveranstaltung "Orientierung im Studien- und Berufsfeld" schon absolviert hat, bekommt das Orientierungspraktikum angerechnet, da schon jeher Schulbesuche und -projekte in der Lehrveranstaltung durchgeführt wurden.
Fächerübergreifendes Projektstudium (FÜPS)
Das Fächerübergreifende Projektstudium (FÜPS) ist eine interdisziplinäre Veranstaltung für alle Lehramtsstudierenden im zweiten Studienabschnitt. Es besteht aus sechs Semesterwochenstunden und erstreckt sich über ein (neu: seit Oktober 2008) oder zwei Semester.
Hinweis: Das Fächerübergreifende Projektstudium wurde durch eine Studienplanänderung ab Oktober 2008 dahingehend geändert, dass die starre Struktur (2 Stunden Ringvorlesung, 2 Stunden päd. AG und 2 Stunden Projektdurchführung) aufgelöst und in 6 Stunden Kurs umgestaltet wurde. Darüber hinaus wird das FÜPS im Studienjahr 2008/09 erstmals als Pilotprojekt innerhalb eines Semesters (im Sommersemester 2009) durchgeführt.
Freie Wahlfächer
Die freien Wahlfächer können von den Studierenden beliebig aus dem Angebot inländischer sowie ausländischer anerkannter Universitäten gewählt werden. Der Umfang beträgt pro Unterrichtsfach acht Semesterwochenstunden (für Sprachen sowie Geschichte, Sozialkunde und Politische Bildung) bzw. zehn Semesterwochenstunden (Geographie und Wirtschaftskunde, Mathematik sowie Informatik und Informatikmanagement).
Bei einer gewissen Mindestanzahl von Lehrveranstaltungen, die in einem inneren fachlichen Zusammenhang stehen, kann der Nachweis einer Zusatzqualifikation verliehen werden. Hierzu gibt es auch spezielle Angebote seitens der Universität im Bereich E-Learning, Politische Bildung, Deutsch als Fremdsprache oder Englisch als Arbeitssprache.
Vorteile des Lehramtsstudiums an der Universität Klagenfurt
- Durch die geringeren Studierendenzahlen ist das Arbeiten in ertragreicheren Gruppengrößen sowie der persönliche Kontakt zu Lehrenden und individuelle Betreuung von Studierenden möglich.
- An jedem Institut arbeiten fix angestellte FachdidaktikerInnen. Das sichert optimale Qualität, Kontinuität und wissenschaftliches Niveau der Ausbildung.
- Höchster Anteil an fachdidaktischer Ausbildung im österreichweiten Vergleich
- Die Universität Klagenfurt ist Standort dreier Österreichischer Kompetenzzentren (AECC) für Deutschdidaktik, Mathematikdidaktik sowie Unterrichts- und Schulentwicklung
- Einzigartig ist auch das Fächerübergreifende Projektstudium (FÜPS), in welchem Studierende aller Unterrichtsfächer gemeinsam zu einem bestimmten Rahmenthema Vorträge anhören und ein Projekt ausarbeiten.
- Lehramtsspezifische Zusatzangebote in den Bereichen Deutsch als Fremdsprache, E-Learning, Politische Bildung usw.
Weitere Informationen zu den einzelnen Unterrichtsfächern
Unterrichtsfach Deutsch
Das Studium des Unterrichtsfaches Deutsch gliedert sich im Groben in folgende Bereiche:
- Sprachwissenschaft
- Literaturwissenschaft
- Medienwissenschaft
- Deutschdidaktik
- Pädagogische Ausbildung
Für ein Studium des Unterrichtsfaches Deutsch sollte man eine Neugier auf die verschiedensten Texte, Kreativität und Lust am Schreiben mitbringen. Für Analysen der unterschiedlichen Texte sind kritische Köpfe genauso gefragt wie schlagfertige Zungen die Dialogbereitschaft und Argumentationslust mitbringen. Notwendig ist aber auch Ausdauer und auch Sitzfleisch, für Recherchearbeiten in der Bibliothek und auch Geduld für das Lesen längerer oder auch älterer Texte.
Unterrichtsfach Englisch
Prinzipiell setzt sich das Studium aus drei grundlegenden Bereichen zusammen:
- Sprachliche Ausbildung
- Linguistisches Studium
- Lehrveranstaltungen, die sich mit der Kultur von englischsprachigen Ländern (vor allem Kanada, USA, Großbritannien und Australien) beschäftigen
Im zweiten Abschnitt werden die drei Aspekte vertieft.
Sowohl im ersten als auch im zweiten Abschnitt gibt es eine fachdidaktische Begleitung, wobei im zweiten Abschnitt aus verschiedenen Gebieten, wie „assessment“, „innovative approaches in language teaching“, „teaching literature“, „core problems in materials development and text production“, „information and communication technology in language learning“ oder „teaching English for specific purposes“ gewählt werden kann.
Zu erwähnen ist, dass im ersten Abschnitt zwei, im zweiten Abschnitt eine Fachprüfung abzulegen ist, welche die sprachlichen Fertigkeiten (in den Bereichen speaking/listening/writing/reading/vocabulary/grammar) testet.
Unterrichtsfach Französisch
- Allgemeine und vertiefte Sprachausbildung
- Kompetenzorientierte Sprachausbildung
- Landeskunde
- Literaturwissenschaft
- Sprachwissenschaft
- Fachdidaktik
Unterrichtsfach Geographie und Wirtschaftskunde
Dieses Unterrichtsfach bietet einen sehr breit gefächerten Lehrveranstaltungskatalog:
- Umwelt- und Ökogeographie
- Sozial- und Kulturgeographie
- Regionalen und angewandten Geographie
- Arbeitsmethoden in der Geographie
- Wirtschaftskunde und Wirtschaftsgeographie
Man sollte unbedingt mit den Einführungen beginnen. Hier lernt man den großen Unterschied zwischen Humangeographie und physischer Geographie kennen. In den weiteren Semestern wird dies vertieft.
Im 2. Abschnitt sollte man sich in ein Spezialgebiet vertiefen. Beispiel: Umweltgeographie, Sozialgeographie, angewandte und regionale Geographie. Die pädagogische Ausbildung und die Wirtschaftsgeographie ist für alle verpflichtend.
Neben dem fundierten Einblick in diese Teile der Geographie ist auf jeden Fall auch der Punkt der Exkursionen ein erwähnenswerter. Neben einigen kleineren Exkursionen muss jeder Student eine Auslandsexkursion (über 3 Wochen) absolvieren, die vom Institut organisiert wird.
Unterrichtsfach Geschichte, Sozialkunde und Politische Bildung
Dieses Unterrichtsfach bietet einen breit gefächerten Überblick über die geschichtlichen Entwicklungen. Das Grundstudium gliedert sich in folgende grobe Bereiche:
- Alte Geschichte und Altertumskunde
- Mittelalterliche Geschichte
- Neuere Geschichte
- Zeitgeschichte
- Österreichische Geschichte
Wichtig ist, dass man zuerst die Einführungslehrveranstaltungen besucht.
Im zweiten Abschnitt sollte man sich fachlich (in den oben skizzierten Bereichen) vertiefen. Ein großer Part ist auch die Absolvierung von Fächern der historischen Sozialkunde, wobei es verschiedene Vertiefungen gibt (beispielsweise Geschichtswissenschaft und Politikwissenschaft, Geschichtswissenschaft und Wirtschaftswissenschaften, Rechtsnorm und Verfassungswirklichkeit in der Geschichte). Zusätzlich sind noch Kurse wie „Politische Bildung“ vorgesehen.
Erwähnenswert ist auch, dass man verpflichtend an einer Exkursion ins Ausland teilnehmen muss.
Sowohl im ersten als auch im zweiten Abschnitt wird das Fachstudium durch Fachdidaktik- und Pädagogikkurse erweitert.
Mitzubringen ist vor allem Interesse an historischen Begebenheiten. Recherchearbeiten in der Bibliothek gehören genauso zum Alltag wie das Verfassen von wissenschaftlichen Arbeiten.
Unterrichtsfach Informatik und Informatikmanagement
Dies ist das jüngste Lehramt auf der Universität. Seit Wintersemester 2000 werden nun Informatiklehrerinnen und Informatiklehrer in Klagenfurt ausgebildet. Es ist aber nicht das Ziel des Studiums sich Fähigkeiten in Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Internetsurfen oder Computerspielen anzueignen, sondern so umfasst der erste Abschnitt zum Beispiel Lehrveranstaltungen aus den Bereichen:
- Mathematik und Theoretische Informatik: Diskrete Mathematik, Stochastik, Einführung in die Theoretische Informatik (Automaten und Formale Sprachen)
- Praktische und Technische Informatik: Objektorientierte Programmierung, Algorithmen, Datenstrukturen, Datenbanken, Rechnerorganisation (Hardware)
- Angewandte Informatik: Einführung in die Informatik, Modellierung
- Kommunikationskompetenz: Englisch, Effektives Management und Teamarbeit
Im zweiten Abschnitt geht es dann fachlich vertiefend weiter in Bereichen Betriebssysteme, Rechnernetze, Compilerbau und noch anderen teilweise auch frei wählbaren Fächern.
Begleitend dazu werden in der Didaktik dann hauptsächlich im zweiten Abschnitt neben Software und Materialien für den Schulgebrauch auch schulrelevante Themen, wie Laptopklassen, Zertifikate, Organisation, Infrastruktur und vieles mehr behandelt.
Unterrichtsfach Italienisch
- Allgemeine und vertiefte Sprachausbildung
- Kompetenzorientierte Sprachausbildung
- Landeskunde
- Literaturwissenschaft
- Sprachwissenschaft
- Fachdidaktik
Unterrichtsfach Mathematik
Stofflich geht es beim Studium gleich nach der Matura weiter. Es werden fachlich im Wesentlichen die Gebiete der Schulmathematik mathematisch exakt vertieft und erweitert. Man lernt in Bereichen der Analysis, Algebra, Geometrie und Stochastik mathematische Begriffe und Strukturen genau kennen. Das meiste geht über den Schulstoff hinaus, und ist als fundiertes Grund- und Hintergrundwissen anzusehen.
Im fachdidaktischen und schulmathematischen Bereich, dessen Anteil am Studium in Klagenfurt ein für Österreich sehr hoher ist, geht es darum das Wissen aus den Fachlehrveranstaltungen für die Schule aufzubereiten und auf schulrelevante Themen nochmals verstärkt einzugehen.
Des Weiteren werden auch Gebiete wie Geschichte oder Philosophie der Mathematik behandelt. Ein Teil der Lehrveranstaltungen sind auch der Informatik zugeordnet, denn so soll eine Mathematiklehrerin oder ein Mathematiklehrer es auch verstehen mit Softwarepaketen umzugehen oder Algorithmen zu programmieren.
Unterrichtsfach Slowenisch
- Sprachausbildung
- Grundstudium
- Literaturwissenschaft
- Sprachwissenschaft
- Kulturwissenschaft
- Fachdidaktik
Lehramtsstudium als erster Schritt zum Lehrberuf - Unterrichtspraktikum
Grundsätzlich ist das Lehramtsstudium in Österreich eine Berufsvorbildung. Die Lehramtsausbildung besteht aus zwei Phasen:
- Lehramtsstudium
- Unterrichtspraktikum:
An die universitäre Grundausbildung schließt ein einjähriges "Unterrichtspraktikum" (oft auch Probejahr genannt) in der Schule an. Dabei unterrichten die jungen Lehrerinnen und Lehrer selbstständig in jedem ihrer beiden Unterrichtsfächer eine Klasse.Begleitend dazu gibt es an der Pädagogischen Hochschule (PH) einen Begleitlehrgang, indem praxisorientiert die Arbeit in der Schule reflektiert wird sowie Fortbildungen im Bereich Pädagogik und allgemeine Didaktik, Fachdidaktik und Schulorganisation, Dienst- und Schulrecht zu absolvieren sind.
Weitere Informationen zum Unterrichtspraktikum:
- Unterrichtspraktikumsgesetz
- Beim jeweiligen Landesschulrat (Berwerbungsunterlagen)
- Anmeldeschluss ist jedes Jahr der 31. Juli
Erst nach abgeschlossenen Unterrichtspraktikum ist in Österreich die Lehrberufsausbildung für Mittlere und Höhere Schulen abgeschlossen und man kann sich dann um eine Lehrerinnen- oder Lehrerstelle bewerben.
Im weiteren Lehrberuf ist in Zeiten des raschen Wissensverfalls und der sich städig wandelnden Anforderungen der Gesellschaft an die Schule und somit an die Lehrerinnen und Lehrer die Fort- ind Weiterbildung eine unabdingbare Notwendigkeit. Die Möglichkeiten hierzu sind vielfältig von Kursen am Pädagogoschen Institut, über Akademielehrgänge und Zertifikate bishin zu Universitätslehrgängen und Masterstudien.
Auch die Universität Klagenfurt bieten eine Vielzahl an Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten für Lehrerinnen und Lehrer an.
Studienspezifische Kontakte
Ansprechpartner für fachliche und fachdidaktische Belange sind die jeweils zuständigen Institute der entsprechenden Unterrichtsfächer.
Studienvertretung Lehramt:
Homepage: www.oeh-klagenfurt.at/lehramt
E-Mail: lehramt@oeh-klagenfurt.at
StudyVZ: Gruppe "Lehramt Uni-Klagenfurt" (www.studivz.net)
Koordinationsstelle Lehramt:
Mag. Dr. Anneliese Theuermann
E-Mail: Anneliese.Theuermann@uni-klu.ac.at
Tel.: ++43 (0) 463 2700 1243
Raum: I.2.66, Hauptgebäude, NordTrakt, Ebene 2
Curricularkommission Lehramt:
Prof. Mag. Dr. Friedrich Palencsar (Sprecher)
Email: Friedrich.Palencsar@uni-klu.ac.at
Telefon: ++43 (0) 463 2700 3217
Fax: ++43 (0) 463 2700 3299
Raum: I.0.05, Hauptgebäude, NordTrakt, Ebene 0
[Verfasser: René Scheriau, rscheria@edu.uni-klu.ac.at
Mithilfe: Roland Mathiesl, Martina Niederdorfer, Barbara Kofler, Stefanie Kotar
Letzte Aktualisierung: Mai 2009]
| Anhang | Größe |
|---|---|
| Studienplan_Lehramt_WiWi+TeWi-2004-v5.pdf (geändert: ab Oktober 2008) | 115.49 KB |
| Studienplan_Lehramt_KUWI-2004-v5.pdf (geändert: ab Oktober 2008) | 158.27 KB |
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