Studienvertretung Soziale Ökologie

Bild von ÖH-IFF

Im Mai dieses Jahres finden wieder die ÖH-Wahlen statt (das ÖH-Vorsitzteam berichtete)

Das Masterstudium „Sozial- und Humanökologie“ wird seit dem WS 2005/06 am Institut für Soziale Ökologie (IFF, Standort Wien) gelehrt – ist also ein noch sehr „junges“ Studium, daher ist auch die Studienvertretung erst im Aufbau. Bis dato haben die Studierenden der Sozialen Ökologie eine ÖH-Vertretung am Standort Wien vermisst, daher sind einige von ihnen sehr motiviert, diese Verantwortung selbst in die Hand zu nehmen, in dem sie eine StV konstituieren, zur Wahl antreten und in Folge die Interessen der Studierenden in diesem Bereich im Alltag und in den jeweiligen Gremien vertreten werden.

Grundsätzlich ist das der richtige Weg, der auch von der ÖH unterstützt wird.
Aber wird das Bedürfnis nach einer studentischen Vertretung auch von der Alpen-Adria-Universität unterstützt?
Das betreffende Lehrpersonal am Standort IFF Wien heißt die Studierenden herzlich willkommen und freut sich über das Engagement der Studierenden.

Doch der formelle Werdegang wirft einige Schwierigkeiten auf, da die geographische Distanz eine neue Problematik aufwirft.

Es ist nicht möglich, bei den ÖH-Wahlen teilzunehmen, wenn mensch sich an den drei Wahltagen nicht in Kärnten befindet – so etwas wie eine „Briefwahl“ gibt es nicht… und auch das „e-voting“ wird gerade erst mit dem Ministerium verhandelt. Diesbezüglich gibt es große Bedenken bezüglich des Datenschutzes und der Manipulation – auch von Seiten der ÖH Klagenfurt, welche nicht so einfach vom Tisch zu wischen und nachvollziehbar sind.

Dennoch stellt sich die Frage, wie die Starre des Systems überwunden werden kann, eine Mobilität der Studierenden praktiziert werden kann, ohne dafür auf das demokratische Wahlrecht verzichten zu müssen, da die nicht in Kärnten verweilenden Studierenden ja von den Wahlen aus bürokratischen Gründen ausgeschlossen sind. (Auch jene Studierende, die sich für ein Auslandssemester im SS 07 entschieden haben, sind von der Wahl ausgeschlossen, sofern sie sich nicht dazu entschließen, genau an den Wahltagen einen Heimurlaub anzutreten.)

Es gäbe „rein theoretisch“ die Möglichkeit, am Standort Wien eine „Unterkommission“ der Wahlbeaufsichtigung einzurichten. Die Studierenden, die zwar an der Alpen-Adria-Universität studieren, dessen Studienort aber Wien ist, wäre sehr froh darüber – und das betrifft nicht nur die Studierenden des Masterstudiums „Sozial- und Humanökologie“, auch die DoktorandInnen aus verschiedenen Bereichen (Palliativ Care, Soziale Ökologie, Organisationsentwicklung, Wissenschaftskommunikation & Hochschulforschung) hätten so die Möglichkeit, an der ÖH-Wahl teilzunehmen.

Die Wahlkommission der Universität Klagenfurt hat sich allerdings gegen eine Einrichtung einer „Unterkommission“ entschieden, da dies als „nicht zweckmäßig“ eingestuft wird.

Was sagt mensch dazu?

Zum Glück herrscht innerhalb der ÖH ein Problembewusstsein vor: für die Wahl 2007 wird eine „Schadensbegrenzung“ angedacht, in dem den Studierenden ein Bus zur Verfügung gestellt wird, der für die notwendige Mobilität sorgt.

Dass solche Maßnahmen nicht die Lösung dieses Problems sein können, ist klar.
Da es aber noch andere, gravierende Probleme auf Grund der geographischen Distanz gibt (z.B. erhalten die Studierenden, die sich für ein Studium am Standort Wien entschieden haben, ca. die Hälfte des Stipendiums, da der Wohnort der Betroffenen „zu weit“ vom Studienort entfernt ist!!!) ist eine StV mehr als notwendig.

Die Hoffnung, dass sich die Bürokratie bis zur Wahl 2009 den sich veränderten Situationen einer Weltgesellschaft entsprechend angepasst hat, bleibt.

Der Wille, sich dafür einzusetzen, ist gegeben.

Susanne „Suza“ Lesjak