Deine Unterschrift zählt: unterschreibe gegen die massiven Kürzungen der fem. Wissenschaft/Gender Studies (im Service Center)

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Deine Unterschrift zählt: unterschreibe gegen die massiven Kürzungen der fem. Wissenschaft/Gender Studies (im Service Center)

Im Zuge der Aktion gegen die massiven Kürzungen des Lehrbudgets erging folgender Brief an den Rektor bzw. Studienrektor:

Sehr geehrter Rektor Mayr!
Sehr geehrter Studienrektor Rendl!

Das Queer- und das Frauenreferat der Universität Klagenfurt musste mit größtem Bedauern feststellen, dass das Lehrbudget, welches dem Wahlfachstudium „Feministische Wissenschaft/Gender Studies“ für das Studienjahr 2010/11 von Ihnen zugewiesen wurde, immense Einschränkungen und Kürzungen erfahren hat. Dagegen möchten wir von studierender Seite auf das Schärfste protestieren und fordern, dass dem Wahlstudium ein angemessenes Lehrbudget zugeteilt wird. Dazu zählt nicht nur der Ausgleich der durch die Kollektivverträge entstandene Mehraufwand an Kosten, sondern auch dass Sie die Kürzung des Lehrbudgets, welche das Wahlfachstudiums „Feministische Wissenschaft/Gender Studies“ erfahren hat, revidieren. Denn dadurch fehlt dem Wahlfachstudium ein Betrag von 20.000€ (knapp 40% des Lehrbudgets). Durch diese Kürzungen wird das Wahlfachstudium durch das Rektorat und das Studienrektorat massiv gefährdet und mit ihm der politische und gesetzliche Auftrag, der mit dem Wahlfachstudium einhergeht. Dies ist für uns inakzeptabel.
Ihre Budgetkürzung hat zur Folge, dass die Gender Studies nicht mehr für alle Studienrichtungen angeboten werden können, obwohl sie sowohl in den Lehrplänen als auch gesetzlich verankert sind. Obwohl sich das Rektorat immer mit der Vorreiterrolle unserer Universität rühmt und behauptet, dass die Universität in der Frauenförderung die Spitze der österreichischen Universitäten bildet, wäre es ein Hohn gegenüber der Frauenförderung, würde es behaupten, dass eine Quote von 20,1% Gleichheit bedeutet. So stehen große Worte auf der einen Seite, ein schlechter prozentualer Anteil an Professorinnen, sowie die Kürzungen des Lehrbudgets für die Gender Studies auf der anderen Seite. Das lässt keinen verantwortungsbewussten Umgang mit der Zukunft vermuten. So beschränken Sie durch die Einschränkung des Wahlfachstudiums eine der bedeutendsten Maßnahmen zum Abbau von Geschlechterdiskriminierung bzw. zur Gender Sensibilisierung an der Universität Klagenfurt.
Außerdem schränken Sie durch Ihre geizige Budgetzuweisung die Wahlfreiheit aller Studierenden, nicht nur jene des Wahlfachstudiums, enorm ein. So hat das Wahlfachstudium bisher einem Umfang von 40 SWS entsprochen und somit konnte das Curriculum von 7 interdisziplinären Modulen abgedeckt werden. Hingegen werden künftig nur noch 23 SWS, knapp mehr als die Hälfte, angeboten werden können, wodurch Sie es den Studierenden aller Studienrichtungen erschweren, ihr Studium in einer angemessen Zeit zu beenden. Bisher besuchten durchschnittlich 600 Studierende pro Jahr (im Schnitt 30 pro Lehrveranstaltung) das Lehrangebot des Wahlfachstudiums. Das bedeutet, dass künftig 300 Studierende jährlich durch Sie mindestens eine Wahl weniger haben und dass Sie 300 Studierenden die Möglichkeit nehmen, sich mit Gender und Ungleichheitsrelationen zu beschäftigen.
Wir hoffen sehr, dass Sie einsehen, dass ihre Budgetzuweisung inakzeptabel ist und bereit sind, Ihren Fehler einzugestehen und wiedergutzumachen. Andernfalls werden die Studierenden Ihre Entscheidung sicherlich nicht einfach so hinnehmen.

Studienvertretung feministische Wissenschaften/Gender Studies (Martin Gallob), ÖH - Queer Referat (Petra Tinkhauser), ÖH - Frauenreferat (Benedikt Mayer)

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