ÖH gegen Parkgebühren

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Anlässlich der Einführung der Parkgebühren an der Uni Klagenfurt hat die ÖH heute gegen die Entscheidung des Rektorats demonstriert.

Das ÖH-Team wandelte die Uni in eine Einbahnstraße und gab den Innenhof zum Parken frei um zusätzliche Parkplätze zu schaffen. Zahlreiche Studierenden nutzten das Angebot um mit Hupzeichen im Innenhof gegen die Parkgebühren zu protestieren. Die Aktion sollte das Problem öffentlich machen. Wir fordern und verhandeln weiter um die Abschaffung mit dem Rektorat.

Liebes Rektorat!
Die Aktion hat gezeigt, dass die Studierenden hinter den Forderungen der ÖH stehen und gegen die Gebühren sind.

Wir bedanken uns bei all jenen, die den Mut hatten sich an der Aktion zu beteiligen.

Unter parkplatz@oeh-klagenfurt.at kannst du uns erreichen, wenn du Fragen, Anregungen und Beschwerden zum Thema hast.

PS: Es wurde versucht die Aktion auf einer möglichst breiten Basis ablaufen zu lassen und nicht durch Fraktionen vereinnahmen zu lassen. Es war eine Aktion der gewählten Interessenvertretung die nur durch die Teilnahme zahlreicher Freiwilliger funktioniert hat.
Danke!

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Bild von pmacke

grundsätzlich bin ich

grundsätzlich bin ich natürlich dafür, dass studentInnen für ihre rechte eintreten und dies auch kundtun.
allerdings fand ich die gewählte form mehr als unglücklich. autos dominieren mehr und mehr unseren LEBENSraum. die klagenfurter uni ist ein musterbeispiel der vereinnahmung des lebensraums durch autos. nun herzugehen und die studenten aufzufordern auch noch den innenhof, ohnehin zubetoniert, nun noch mit autos vollzustopfen ?? - vielmehr gehört wohl gefordert den 'innenhof' von autos zu räumen.
die uni klagenfurt glänzt in österreich (und wohl nicht nur da) durch ihre lage unweit von wörthersee und europapark. studentInnen in ganz österreich würden sich glücklich schätzen einen (gratis) parkplatz so nahe wie die parkfläche bei minimundus an ihrer uni zu finden. die öh klagenfurt dagegen ruft anstatt zum boykott der parktickets und der unieigenen parkflächen zum verstellen und verschmutzen ihres eigenen studienortes auf. sie fordert nicht bessere busanbindungen (linie 10 über porsche straße zur uni - einzig so nicht angefahrene haltestelle wird vom park+ride-shuttle bedient + öffnung dieses für studentInnen; postbusse vom bhf krumpendorf über uni nach klgft; ..) initiert mitfahrbörsen, fordert billigere studentenkarten (vorallem auch für post- und bahnbuslinien) oder denkt darüber nach dass die uni klagenfurt keine anbindung ans radwegnetz besitzt aber die universitätsstraße zwei fahrstreifen und zwei parkstreifen aufweist sondern veranstaltet eine demo nicht wegen zu wenig sitzplätzen im hörsaal sondern parkplätzen davor.
(das studentInnen finanziell bedingt hauptsächlich alte rußschleudern fahren und neben der frage möchte ich mir meine betonplattenbauuni auch noch mit autos zustellen jedes auto das auf dem weg zur uni eingespart wird zusätzlich einen gewinn für die umwelt darstellt möchte ich hier garnicht weiter diskutieren)

zur motivation - man stelle sich vor: universitätsstraße ab mensa fußgängerzone (ausgenommen öpnv) mit caféhäusern; statt dem parkplatz vor der uni grünflächen mit enzis à la museumsquartier und holzhängematten wie in bkk

Bild von mung

umwelt vs. bildung ???

ich sehe das ganze ein wenig anders: endlich hat sich die ÖH ganz klar positioniert! so wie ich das verstanden habe, fordern sie sehr wohl z.b. eine bessere, erschwingliche busanbindung usw. aber:
noch ist es nicht so, dass ich als student ohne größere wartezeiten mit dem bus fahren könnte - also weniger als eine stunde in eine richtung mit dem bus fahren muss, z.b. bei schlechtwetter - mit dem fahrrad brauche ich höchstens eine halbe! - und ich wohne in klagenfurt! was ist mit den studierenden, die außerhalb von klagenfurt wohnen? ja, super: da hat man was davon, wenn ganz österreich die uni klagenfurt wegen ihres tollen standortes neben dem see bewundert - aber erreichbar ist sie leider nur sehr schwer, wenn man kein auto hat! ... und der minimundus-parkplatz ist nicht für studierende gedacht und das wir dort parken, wird auf dauer keine lösung sein!
wenn das problem der erreichbarkeit gelöst ist, z.b. dass studierende, die auf grund ihres wohnortes ein auto benötigen, weniger zahlen - die bahn und die stadtwerke so eingerichtet sind, dass wir diese auch benutzen können, ohne den halben tag zu verlieren ... dann sind parkplatzgebühren gerechtfertigt. bis dahin unterstütze ich den protest!

abgesehen davon finde ich es bedenklich, wenn der umweltgedanke hier eingesetzt wird, um überhöhte gebühren zu rechtfertigen. sollten in zukunft nur mehr die "reichen" studieren können, die sich sämliche gebühren leisten können? würde das nicht zur folge haben, dass das bildungsniveau sinkt? - ob der umweltgedanke dabei nicht irgendwo auf der strecke bleibt...

lg

Bild von pmacke

denke wir sind da nicht sehr

denke wir sind da nicht sehr unterschiedlicher meinung.
ich fordere von der öh nur eine langfristigere sichtweise.
-noch ist es noch nicht soweit aber reicht es gegen etwas (parkgebühren) zu sein wenn man nicht im gleichen atemzug mit den stadtwerken und den öbb in verhandlungen über verbesserungen tritt (und diese auch auf der demo einfordert) ?
-da hat man was davon von diesem tollen standort, jeden tag: ob ich im votivpark oder im europapark sitzen kann ist ein gewaltiger unterschied
-sicher ist der minimundusparkplatz keine dauerlösung (für das wintersemester aber allemal) - meiner meinung nach wäre ein lehrer uniparkplatz und keine verkauften tickets wohl eine für die univerwaltung viel besser verständliche botschaft als ein paar tage ihre parkplätze zu besetzen -> dafür ist es nun zugegebenermaßen eher zu spät - aber im sinne des konsumentenschutzgesetzes müsste auch ein rücktritt vom kauf unter umständen möglich sein.
-meiner meinung nach kann man den anteil der studentInnen die zum besuch der uni klgft ein auto benötigen mit ein bisschen gutem willen von allen beteiligten (Verkehrsbetriebe, Studierende, Stadt) jedenfalls unter 10% drücken ohne dass dafür zu große umstände und finanzielle mehraufwendungen in kauf genommen werden müssten (wie - gerne per pm, das wird hier sowieso zu lang).
-nein, es sollen nicht nur die reichen studieren können: wenn nun ein/e "arme/r" studentIn mit einem nebenjob das studium und mit einem weiteren das auto finanzieren muss während ein/e "reiche/r" studentIn sich auf das studium konzentriert wäre es doch weitaus fairer wenn beide mit öffentlichen verkehrsmitteln zur uni fahren.
-es ging mir hier wirklich nicht um den umweltgedanken (was auch immer das eigentlich ist), ich habe ihn nur angeführt, es ging mir um die lebens(und damit studien-)qualität an der uni. die universität klagenfurt ist eine stadt-, raum- und verkehrsplanerische bausünde erster ordnung. nun gibt es, vorallem im angloamerikanischen raum viele unis irgendwo am rande von kleinststädten im nirgendwo - dort gibt es dann aber auch soetwas wie ein campusgefühl und man geht nicht vom hörsaal zur mensa durch verkehrschaos.

Bild von René

Forderungen nach verbesserten öffentlichen Verkehrsmittel

"-noch ist es noch nicht soweit aber reicht es gegen etwas (parkgebühren) zu sein wenn man nicht im gleichen atemzug mit den stadtwerken und den öbb in verhandlungen über verbesserungen tritt (und diese auch auf der demo einfordert) ?"

Ähm, wird ja eh ganz massiv:
http://www.oeh-klagenfurt.at/node/572
http://www.oeh-klagenfurt.at/node/600
http://www.oeh-klagenfurt.at/node/407